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Entwicklung des Kindes, Depression, Ängste, die Mutter

 
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M.Sachse
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Anmeldedatum: 14.01.2007
Beiträge: 20

Verfasst am: 27.01.2007 07:31    Titel: Entwicklung des Kindes, Depression, Ängste, die Mutter Antworten mit Zitat

Bei einem auffällig ruhigen und stillem Verhalten eines Kindes, also wenn es ständig brav erscheint, sich langweilt, mit seiner Umwelt kaum was anzufangen weiß, wenn es keine eigene Initiative ergreift und zu jeglicher Aktivitäten angeregt werden muss, wenn sich das Kind auf eine unkindliche Art und Weise eine Antriebslosigkeit entwickelt und sich generell nicht alleine beschäftigen kann, auf das Alleingelassenwerden sehr stark reagiert, so sind das die ersten Anzeichen für eine sehr früh entstehende Depression, die man sehr genau beobachten sollte.
Eine Möglichkeit der Aggressionsverarbeitung ist im Grunde die Selbsterfahrung, die man mit seinen Aggressionen macht. Eine gesunde und kontrollierte Aggressivität ist die Grundvoraussetzung für unser Selbstwertgefühl. Ein Gefühl für seine eigene Persönlichkeit und für einen gesunden Stolz macht die gesunde Aggressivität erst möglich.
Die nicht gekonnte Aggressivität führt somit automatisch zu einem Minderwertigkeitsgefühl.
Um sich noch deutlicher die depressiven Persönlichkeitsentwicklungen vor Augen zu führen vergegenwärtigen wir uns noch einmal genauer die Situation des Kleinkindes.
In der Phase, wo das Kleinkind beginnt seine Umwelt bewusst wahrzunehmen, hat es die Mutter als den Quellbrunnen all seiner Bedürfnisse schon längst erkannt. Das Kleinkind bildet mit der Mutter über einen längeren Zeitraum eine Gemeinschaft. Mutter und Kind bilden so unvergleichlich eine Einheit. Erst im Laufe der Zeit fängt das Kind an, sich von der Mutter zu unterscheiden. Vorerst ist die Grenze zwischen der Mutter und dem Kind für das Bewusstsein des Kindes überhaupt nicht vorhanden.
Schon in dem Bewusstsein, dass es all seine Befriedigung seiner Bedürfnisse von der Mutter erfährt, wird dem Kleinkind seine Abhängigkeit schnell klar. So ist es nun völlig auf seine Mutter angewiesen und sie wird zur wichtigsten Bezugsperson des Kindes. Sollte die Mutter sich nunmehr entfernen, so ist das Kind voller Ängste und durch die lange Zeit der Abhängigkeit trägt sich das Bild der Mutter tief in die Seele des Kindes. Die Mutter wird dabei also zum wichtigsten Seelenbestandteil des Kleinkindes.
So wie das Kind in dieser frühen Phase die Einstellung der Mutter zu sich selbst erlebt hat, so entsteht die Grundlage für die spätere Einstellung zu sich selbst im tiefsten inneren des Kindes. So kann mal also behaupten, dass diese Art der Muttererfahrung oder das Mutterbild sich später im Leben in der Einstellung zu sich selbst wiederspiegelt..
So könnte man vereinfacht behaupten, dass ein Kind, was das Glück hatte eine liebende Mutter gehabt zu haben oder vielmehr sie so empfunden zu haben, sich in späteren Entwicklungen für liebenswert hält. Und das im Gegensatz dazu, ein Kind, was nun das Pech hatte sein Mutter als extrem ablehnend und nicht liebend zu empfinden, sich in späteren Entwicklungen für nicht liebenswert hält und auch zukünftig auf viele neue Erfahrungen angewiesen ist, um sich selbst für liebenswert zu halten. Hierbei wird mit Sicherheit schnell klar, welches Kapital in der geglückten Muttererfahrung steckt und wie wichtig sie für das Kind ist.
In einer geglückten und guten Mutterbeziehung besteht ein einfaches und gesundes Verhältnis, in dem das wechselseitige Geben und das Nehmen als großes Glück für Mutter u. Kind empfunden wird. Das Kind spiegelt nun alles von der Mutter Entgegengebrachte wieder und es wird schnell klar, dass die Verbundenheit der beiden zu dem größten Glück des Lebens gehört. An dieser Stelle entstehen die ersten Ansätze von Hoffnungen, Dankbarkeit, Liebe und Zuneigung. Gerade in dieser frühen Zeit in der Entwicklung des Kindes ist es wichtig, dass von dem Kind nichts gefordert wird und es diese Zeit mit großer Lust und Wohlbefinden erlebt und all seine Bedürfnisse befriedigt werden.
Man sollte also an dieser Stelle ganz klar festlegen, dass es von größter Bedeutung ist, dass die Mutter dem Kind diese Möglichkeiten einräumt. Das ermöglicht dem Kind wiederum, jemanden in sein Herz schließen zu können. Und auch hier ist nicht zu unterschätzen, dass die ersten Eindrücke vom Wesen der Mutter, die ersten Eindrücke vom Menschen überhaupt darstellen. Das überaus wichtige Verhältnis zu sich selbst wird so geprägt und bildet somit die größte Basis für das Selbstwertgefühl.
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