Dr. Dirk De Souza Moderator
Anmeldedatum: 24.10.2005 Beiträge: 220
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| Verfasst am: 25.02.2007 12:02 Titel: Selbsterfahrung und Persönlichkeitsentwicklung |
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Was meint das Wort Selbsterfahrung?
Sich selber erfahren impliziert eine vermeindlich vorhandene Fremde im Bezug auf sich selbst.
Schon der Volksmund und die Umgangssprache lässt eine Bestätigung für dieses sich fremd und distanziert sein in Aussagen wie z.B.: “Ich weiß auch nicht was mit mir los ist? “Heute ist nicht mein Tag“ oder „ich habe keinen Bock“ erkennen.
Die nächste sich aufdrängende Frage ist natürlich: Wer ist sich von wem fremd?
Wenn ich mir selber gegenüber fremd bin, muss es ja in mir schon zwangsläufig zwei geben: Der Fremde und der dem er fremd ist.
Wodurch entsteht also diese „Zweiheit“, die wir im folgenden Polarität nennen wollen und wie können wir sie zu einer Einheit bringen?
Dieser uns nicht bewusste Anteil unserer polarisierten Persönlichkeit beinhaltet alle verdrängten und nicht geliebten Anteile. All das, was wir uns nicht gestatten, gestatten durften oder als unwert ausgeschlossen haben.
Mit diesem Ausschluss aus unserem Bewusstsein sind diese Anteile unserer Persönlichkeit jedoch nicht verschwunden, sie wirken als Impulse in uns weiter.
Wie kann nun etwas was wir verdrängt haben wieder erlebt werden? Ist das nicht Paradox?
Das ist es nur, wenn man dieses Erleben alleine anstrebt.
Erfahrene Therapeuten jedoch, die sich auf Selbsterfahrung und Persönlichkeitsentwicklung spezialisiert haben, sind in so etwas ausgebildet.
Das Instrument der Wahl sind in der Regel sogenannte Selbsterfahrungsübungen, bei denen der Therapeut auf „Blinde Flecken“ und Aussparungen achtet. Das sind Anteile der Persönlichkeit, die dem Betroffenen nicht bewusst sind, die aber nach Außen wirken. Vom Therapeuten erkannt und dem Klienten gespiegelt bewirkt es oft eine Art „Wiedererkennung“, die Stück für Stück erneut integriert werden kann.
Oft jedoch ist dieser „Reintegrationsprozess“ langwierig und unvollständig, da er sehr an die Fähigkeit und Neutralität des Therapeuten gebunden ist.
Eine von mir entwickelte Methode geht einen anderen Weg.
Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, sind Impulse und Emotionen oft die Auswirkungen unserer unbewussten Persönlichkeitsanteile.
In einer ersten Stufe führe ich die Klienten mit Hilfe dieser Emotionen in Form einer Art Kartarsis an deren Ursprung zurück.
Die zweite Stufe besteht aus einer Induzierten situativen Trance, die so leicht ist, dass sie die Brücke zum Bewusstsein des Klienten bildet.
Die dritte Stufe besteht einzig aus der kognitiver Verarbeitung dieser erlebten und reintegrierten Ereignisse.
Mit Hilfe einer folgenden, dem Coaching ähnlichen Betreuung, wird der Klient bei der Kultivierung der nun erlebten Persönlichkeitsentwicklung, resultierend einerseits aus dem Wegfall ehemals vorhandener Schutzmechanismen, andererseits aus der Retardierung bestimmter natürlicher Emotionen optimal unterstüzt und ermutigt.
Die Auswirkungen und das Ziel dieses von mir speziell entwickelten und zusammengestellten Seminars ist die bestmögliche Einheit der Persönlichkeit und Erlangung der optimalen Erkenntnis seiner Selbst. _________________ D. De Souza |
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