Dr. Dirk De Souza Moderator
Anmeldedatum: 24.10.2005 Beiträge: 220
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| Verfasst am: 26.02.2007 09:44 Titel: Bewusstseinsethik für junge Heranwachsende |
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Aus aktuellem Anlass kocht mal wieder die Diskussion um kindgerechte Behandlung, Kinderkrippen und die Notwendigkeit individueller kindgerechter Förderung bis zum Siedepunkt hoch.
Ein Vertreter der Kirche hat nun gewagt, den Aktionismuss der Politik, die geplant hat, die Zahl der Kinderkrippenplätze in den nächsten Jahren zu vervielfachen, in Frage zu stellen.
Dabei verwies er im Besonderen auf die frühindlichen Entwicklungsphasen und vertrat die Meinung, Frauen damit zu „Gebährmaschinen zu degradieren.
Er wurde daraufhin aus den eigenen Reihen und seitens der Politik fürchterlich abgetraft.
Ich möchte nunmehr diese Diskussion etwas in ein anderes Licht rücken.
Es scheint mir doch alles etwas sehr kausal betrachtet. Aus diesem Grunde wird man in dieser Frage auch nur schwer einen zufriedenstellenden Konsenz finden.
Zunächst einmal möchte ich versuchen die Zielsetzung der Politik zu ergründen, die versucht, junge potentielle Eltern in Ihrer Entscheidung pro oder kontra Kinder zu Gunsten dieser zu beeinflussen. Da das Hauptproblem neben dem finanziellen der Verlust der Unabhängikeit zu sein scheint, könnte man durchaus davon ausgehen, dass die Einrichtung von „Kleinkinderkrippen“ das Mittel der Wahl sein könnte.
Berichte und Statistiken aus anderen Ländern, die dieses oder ähnliche Modelle praktizieren, scheinen positives auszusagen. Im Besonderen sei hier die Pisa-Studie erwähnt, die solche Länder in der Regel auf höheren Rängen als die Bundesrepublik sieht.
Halten wir also fest: Was die Bildung unserer Kinder anbelangt, scheint das System der staatlichen frühkindlichen Betreuung positiv zu sein.
Die Frage ist jedoch: Was wünschen wir uns primär für unsere Kinder?
Nehmen wir z.B. Frankreich. Dort ist die Nutzung frühkindlicher Krippen verbreitet.
Erfolge dieses Systemes scheinen u.a. in der Pisa-Studie sichtbar zu werden.
Jedoch tritt in einer ganz anderen, deutlich weniger populären Studie ein anderer Zusammenhang zu Tage. Diese betrifft die durchnittliche Konsultation von Therapeuten. Diese ist dort nämlich um einiges höher.
Nehmen wir an, dass würde in einem unmittlebaren Zusammenhang zueinander stehen, würde sich die Frage dessen, was wir uns für unsere Kinder wünschen, vermutlich in ihrer Beantwortung anders darstellen.
Gute Psychologen werden Ihnen jederzeit bestätigen, dass die ersten frühkindlichen Jahre entscheidend und prägend für die emotionale Entwicklung eines Kindes sind.
Ich frage mich, welche Emotionale Entwicklung wohl ein Kind in einer Kinderkrippe, im Verhältniss zu der Möglichkeit daheim bei der Mutter, vollzieht? (Ein „normales“ Elternhaus selbstverständlich vorrausgesetzt.)
Selbstverständlich ist Bildung ein wichtiges und notwendiges Instrument unserer Zeit. Ich denke aber, dass sie nicht zur Kompensation fehlender Emotionaler Bildung dienen kann und darf. Es gibt physiologische Zeiträume für Entwicklung und Bildung. Ich bin ein Vertreter der Meinung solche Zeiträume, wenn möglich diesen Vorgaben entsprechend einzuhalten. Aus diesem Grunde halte ich frühkindliche Krippen nur in familiären Notfällen für angezeigt.
An dieser Stelle möchte ich auf das von uns angebotene, eigens von mir für Kinder und jugendliche Heranwachsende entwickelte Seminar hinweisen. Wir haben uns damit zum Ziel gesetzt u.a. Lebensziele von Kindern und Jugendlichen herauszuarbeiten, bzw.zu definieren.
Darüber hinaus geht es um den Einfluss der stetig wachsenden Medienpräsens, den Umgang mit der Selben und deren Verarbeitung.
Weitere Themen sind die verschiedenen bewussten und unbewussten Bewusstseinszustände, Schutz vor aüßeren Einflüssen sowie Ethik-Schulung. _________________ D. De Souza |
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Dr. Michael Schenk Site Admin
Anmeldedatum: 28.08.2006 Beiträge: 408
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| Verfasst am: 26.02.2007 10:18 Titel: |
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Lieber Kollege Dr. De Souza
Aus eigener Erfahrung bin ich persönlich dafür, dass die Gesellschaft Möglichkeiten schafft, dass Mütter als auch Väter nach Wunsch während der Phase der Kinder Zuhause bleiben können.
Ich persönlich habe die positiven Erfahrungen gemacht, dass wenn ein intaktes Elternhaus existiert und die Kinder in der ersten Zeit im Rahmen der Familie aufwachsen sehr viele Vorteile geschaffen werden können.
Somit ist es gut, dass es weitere Wege gibt bzw. aufgezeigt werden. Natürlich gehören dazu noch einige Schritte der Bewegung hin zu einer kinderfreundlichen Gesellschaft, jedoch ist dies möglich.
lg
Dr. M. Schenk |
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