M.Sachse Site Admin
Anmeldedatum: 14.01.2007 Beiträge: 20
|
| Verfasst am: 03.03.2007 12:11 Titel: Zwanghafte Persönlichkeiten und die Ursachen |
|
|
Man kann es als ein seelisches Gesetz betrachten, dass alles, was wir versuchen zu verdrängen im Grunde genommen nur aufgestaut wird. Der innere Druck steigert sich hierbei enorm und es wird für den Zwanghaften zur riesigen Aufgabe, die Dinge unter Kontrolle zu behalten. Man kann sich vielleicht vorstellen, wie viel Kraft, Energie und auch Zeit das in Anspruch nimmt. Die einzige Lösung dieser Problematik besteht darin, sich mit dem Verdrängten auseinanderzusetzen und oft stellt man dabei fest, dass auch das, was man so stetig versucht zu unterdrücken, oft ungemeine und nützliche Kräfte enthält.
Der zwanghaften Persönlichkeit ist allerdings nur bewusst, dass er das „Richtige“ vertreten will. So geschieht es oft, dass vernünftige und sinnvolle Ökonomie zum Geiz ausartet oder ein völlig gesunder Eigenwille zum trotzigen Eigensinn führt.
Da das Leben aber nun mal nicht nur aus starren Regeln besteht und sich in einer ständigen Veränderung und Wandlung befindet, kann es nun zu Entwicklungen von Zwangshandlungen oder Zwangssymptomen kommen. Ursprünglich haben sie dabei die Funktion, Ängste zu binden, die sich aber dann verselbständigen und sich zu einem inneren „Müssen“ entwickeln. Oft erscheinen diese Zwangsverhalten dem Zwanghaften selbst als sinnlos, trotzdem kann er sie nicht unterlassen.
Zu einigen der häufigsten Zwangshandlungen gehören der Zähl -oder Erinnerungszwang wie auch der Waschzwang. Sollte man nun versuchen, diesen Zwang zu unterlassen, so setzen sich automatisch die darin gebundenen Ängste frei.
In besonders schweren Formen kann es sogar zur Selbstbestrafung kommen. Bekannt sie diese Formen beispielsweise im Bereich des religiösen Fanatismus.
Die christliche Kirche zum Beispiel hat durch die Verdammung der Sexualität hiesige Schuldgefühle ausgelöst und tut das zum Teil sogar Heute noch. Durch ihre Leibfeindlichkeit haben sich gerade bei jungen Menschen vermeidbare Schuldgefühle und Ängste gebildet. Gerade in der Pubertät wurden viele junge Menschen massiv geschädigt, da man ihnen die Möglichkeiten nahm, sie vernünftig in eine so wichtige Entwicklungsphase zu führen.
Zum Glück hat sich das zur heutigen Zeit ein wenig anderes entwickelt, denn viele Jugendliche verstehen es heute, sich vieles selbst zu nehmen, was ihnen woanders vorenthalten wird.
Grundformen der Angst Fitz Riemann |
|