Franka K.
Anmeldedatum: 12.12.2006 Beiträge: 1
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| Verfasst am: 16.10.2006 17:58 Titel: |
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Einen schönen guten Abend
Das Dramadreieck ist ein psychologisches und soziales Modell der Transaktionsanalyse, das zuerst von Stephen Karpman beschrieben wurde.
Spielpositionen
Nach diesem Modell nehmen zwei bis drei Mitspieler eine von drei Rollen ein:
Opfer
Verfolger
Retter
Im Laufe des Spiels kann es zu plötzlichen Rollenwechseln kommen.
Spielverlauf
Der Retter hilft einem Opfer, das den Anschein erweckt, Hilfe zu benötigen. Vom Anschein ist deshalb die Rede, weil das Opfer diese Hilfe in Wirklichkeit gar nicht benötigt, sondern unter Nutzung seiner eigenen Fähigkeiten das Problem auch alleine bewältigen könnte. Die Position des "Retters" im Dramadreieck ist also anders als die Feuerwehr, die im wirklichen Leben ausrückt, um einen Großbrand zu löschen oder einen Chemieunfall zu bekämpfen.
In die Rolle des Verfolgers kann ein Dritter schlüpfen oder einer der beiden anderen, z. B. das Opfer, das den Retter anklagt, ihm nicht helfen zu können - der Retter wird hier also in die Opferrolle gedrängt.
Einsatzmöglichkeiten
Aus der Erfahrung der gegenseitigen Abhängigkeiten können die Teilnehmer Rückschlüsse über vergangenes Verhalten in Konfliktsituationen ziehen und gegebenenfalls neue Handlungsoptionen erarbeiten.
So können Menschen mit einer verfestigten Opferhaltung erkennen, welche Anteile ihres Verhaltens in der Vergangenheit dazu geführt haben, dass sie in der Opferposition verbleiben, und was sie tun können, um zu verhindern, erneut Opfer zu werden.
Gleichzeitig können professionelle Helfer ihr eigenes Helfersyndrom reflektieren. In der konkreten Fallarbeit kann das Dramadreieck eingesetzt werden, um offenzulegen, an welchen Stellen Helfer ihre Klienten unmündig halten oder Gefahr laufen, in entsprechende Täter-Opfer-Helfer-Strukturen eingebunden zu werden.
Für weitere Fragen zum Thema Coaching können Sie sich auch gerne an unser kompetentes Team wenden.
mfg
Dr. Michael J. Schenk |
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