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Bindungsangst und Verlustangst

 
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M.Sachse
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Anmeldedatum: 14.01.2007
Beiträge: 20

Verfasst am: 07.03.2007 15:18    Titel: Bindungsangst und Verlustangst Antworten mit Zitat

Das Gefühl was wir als Verlustangst bezeichnen setzt voraus, dass wir das Gefühl der Bindung bereits erfahren haben. Die Bindung an einen Partner oder anderen Menschen bedeutet somit natürlich auch, das man den Verlust desselben erfahren kann. Aufgrund vieler Vorraussetzungen wie Schnelllebigkeit, gesellschaftliche Veränderung und Bewegung, Veränderung der Werte etc. begünstigen das Risiko den Verlust zu erfahren.
Ganz entscheidend sind hierbei oft die kindheitlichen Erfahrungen, wo der junge Mensch sich noch in seiner Entwicklungsphase befindet. Bei ähnlichen Erlebnissen in der Kindheit entschließen sich diese häufig dieses Gefühl der inneren Leere zu vermeiden, indem sie es meiden durch weitere Bindungen Verluste zu riskieren.
An der Stelle wo ein Mensch bereit ist eine Bindung einzugehen, lässt sich das verstehen als Lernprozess um den Aufbau eines Vertrauensverhältnisses gegenüber eines Partners oder anderen Menschen. Das Vertrauen ist dabei der grundlegende Bestandteil um eine dauerhafte Beziehung in wechselwirkender Verantwortung aufrecht zu erhalten. Das geschieht generell auf freiwilliger Basis und gehört zu der freien Entscheidung zur Bindung. Die entscheidende Grundlage für spätere Entwicklung stellt die erste Bindung zwischen dem Kind und der Mutter.
Sollte es bereits an dieser Stelle schon zur Störung dieser Beziehung kommen beispielsweise durch eine schmerzhafte Trennung, so wird eine Angst vor Abhängigkeiten bzw. Bindungen immer bestehen. Das subjektive Empfinden des Kindes ist hierbei ausschlaggebend.
Das Grundbedürfnis eines Menschen ist unter anderem das Bedürfnis nach Nähe. Sollte nun dieses Grundbedürfnis nicht erfüllt werden, so wird das Empfinden und der Schmerz darüber verdrängt. In besonders schwierigen Fällen wird das Bedürfnis nach Nähe vom eigenen „Ich“ zum Schutze der verletzten Psyche getrennt. Somit entsteht eine Art der Kontrolle über den eigenen Wunsch nach Nähe und bevorstehende Abhängigkeitsängste können so besser kontrolliert werden.
Die Bindungsangst äußert sich in erster Linie durch ein völlig unzureichend ausgeprägtes Verantwortungsgefühl. Das betrifft alle sozialen Partner sowie Familie und Freundschaften. Hier entwickeln sich häufig so genannte Eigenbrötler. An dieser Stelle kommen oft ständige Wechsel der Bezugspersonen vor, wobei auch hier nur kurz oder flüchtige Kontakte bestehen.
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